Deutschland-Alumni-Treffen in der Deutschen Botschaft Taschkent

Am 20.Mai 2016 fand in der Deutschen Botschaft Taschkent ein Deutschland-Alumni-Treffen statt. Diese repräsentative eintägige Veranstaltung führte einen großen Kreis usbekischer Wissenschaftler, Hochschullehrer, Mediziner sowie Wirtschafts- und Hochschulmanager zusammen. Allen Teilnehmern gemeinsam ist ein langjähriger intensiver, fachlicher und wissenschaftlicher Deutschlandbezug. Die von den Teilnehmern eingebrachten Erfahrungen ihrer engen beruflichen, akademischen, bzw. wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland stellen in vielen Bereichen einen spürbaren Gewinn dar für Bildung, Forschung und Ökonomie der Republik Usbekistan. Organisatoren und Träger des Alumni-Treffens waren das Auswärtige Amt in Berlin, vertreten durch die Deutsche Botschaft Taschkent, der Deutsche Akademische Austauschdienst in Bonn, das Goethe Institut in Taschkent, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). An dem Alumni-Treffen haben insgesamt mehr als einhundert Teilnehmer mitgewirkt. Die Veranstaltung begann – musikalisch umrahmt – mit Präsentationen und Infoständen der beteiligten Förderorganisationen. Eröffnet wurde das Treffen von Frau Melanie Moltmann, Ständiger Vertreter des deutschen Botschafters. Grußworte sprachen der Rektor der Weltsprachenuniversität, Herr Shuhrat Kayumov und der Direktor der Staatlichen Agentur für intellektuelles Eigentum der Republik Usbekistan Dr. Makhsud Bobojonov. Daran anschließend wurde das Treffen als Plenarsitzung fortgesetzt. Die Vorträge und die daraus sich entwickelnden lebhaften Diskussionen widmeten sich übergreifenden Fragestellungen: 1. Die Vorteile des Deutschlernens (C. Reichel/H. Bernt), 2. Zur Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung Usbekistans (Prof. S. Mirzayev), 3. Die Förderung der deutsch-usbekischen Wirtschaftskooperation im Rahmen des BMWi-Managerfortbildungsprogramms (Frau Dr. A. Leeke), Die Exzellenzinitiative der deutschen Hochschulen und die Perspektiven der internationalen Forschungskooperation (Dr. Gert-R. Wegmarshaus). Nach dem Mittagsimbiss wurde die Arbeit in fachbezogenen Arbeitsgruppen fortgeführt. Hier spannte sich der thematische Bogen von den Naturwissenschaften, der Medizin, den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften über Managementprobleme und Agrarentwicklung bis hin zur Germanistik und den Geistes- und Kulturwissenschaften. An der Durchführung dieser Arbeitsgruppen haben sich maßgeblich deutsche Fachvertreter mit Präsentationen beteiligt: Prof. K. Meier von der Universität der Bundeswehr, Hamburg, Dr. B. Thöns  von der Commerzbank Taschkent, Herr St. Flatow von der TH Wildau (FH). Die Vortrags- und Diskussionsergebnisse der Arbeitsgruppen wurden allen Teilnehmern präsentiert. Am späten Nachmittag fand, wiederum als Plenarteil, eine anregende Podiumsdiskussion statt zu Erfahrungen der wissenschaftlichen Ausbildung an deutschen Universitäten, zur Karriereentwicklung junger Forscher und zur wissenschaftlichen, projektbezogenen Zusammenarbeit Usbekistan – Deutschland. Der offizielle Teil des Treffens wurde beendet mit einem Aufruf zur Gründung eines Freundeskreises Deutschland-Alumni. Die Begegnung in der Deutschen Botschaft fand ihren Abschluss mit einem Abendbüffet, wo die Teilnehmer bei angeregten Gesprächen ihre Eindrücke und Gedanken austauschen konnten.