Gemeinsame Aufführung des Filmes "Merry Christmas"

Die Botschaften Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und Deutschlands haben zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg am 15. Januar gemeinsam den Film "Merry Christmas" im Kino Alisher Navoi gezeigt.

Der Film, der auf tatsächlichen Vorfällen im Ersten Weltkrieg beruht, wirbt in besonderer Weise für Völkerverständigung und Frieden. Die Kommandeure der gegnerischen Einheiten beschließen, für eine kurze Zeit die Kampfhandlungen einzustellen, um gemeinsam das Weihnachtsfest zu feiern. Auch die Mehrsprachigkeit des Films (deutsch, englisch und französisch), einer internationalen Koproduktion, unterstreicht den Gedanken der Völkerverständigung.
Der Film war 2006 als „bester fremdsprachiger Film“ sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe Award nominiert.

Botschafter Höfer-Wissing sagte in seinem Grußwort vor der Aufführung:
"Der Erste Weltkrieg entstand in einer Zeit des extremen Nationalismus, der Ignoranz und der Dominanz des Militarismus. Wie Historiker heute sagen, eine Zeit der kollektiven Überforderung - nicht nur der Politik. Der Film zeigt in einer absurden Geschichte, die so ähnlich stattgefunden hat, den Wahnsinn des Krieges: das Unmenschliche, wo doch eigentlich alle menschlich sind...
Er sollte uns eine Mahnung sein, das Menschliche stets voranzustellen und den Mut des Einzelnen anzuerkennen, sich gegen herrschende Doktrinen, die Unmenschliches fordern, aufzulehnen, wenn das Gewissen es fordert."

Aufführung "Merry Christmas"